Marokko, Marokko am Meer, Reisen mit Kindern
Kommentare 2

Surf- und Kinderparadies Sidi Kaouki

P1080518

Den zweiten Teil unserer einwöchigen Marokkoreise verbrachten wir in Sidi Kaouki zwei Taxistunden nördlich von unserer ersten Destination Taghazout. Außer Strand, jeder Menge Wind und Wellen war nicht viel los in Sidi Kaouki – für uns als Familie war es gerade deswegen Erholung pur.

Die Anreise

Vor der Erholung am weitläufigen, aber gut zu überschauenden Strand von Sidi Kaouki wurde mein – ansonsten nicht übermäßig empfindlicher- Magen auf eine harte Probe gestellt. Zwischen zwei Kindersitzen saß ich in der Mitte der Hinterbank unseres blauen Mercedestaxis, das uns für 600 Dirham von Taghazout nach Sidi Kaouki brachte. Die Strecke, die teilweise mit Meerblick und teilweise bergig verläuft, war vor allen Dingen aber eins: mit unzähligen Kurven gesegnet. Während Alex und Emmy die meiste Zeit selig schlummerten, meldete sich mein Magen zunehmend deutlich zu Wort und die Angst, meinen Mageninhalt über den Nacken des Taxifahrers oder den meines Göttergatten zu ergießen, wuchs beständig. Umso erleichteter war ich, als wir dann nach ca. zwei Stunden Sidi Kaouki erreichten.

Die Unterkunft

Unsere Unterkunft in Sidi Kaouiki lag natürlich wieder ganz nah am Wasser. Wir hatten die Coquelicot Suite (550 Dirham/Nacht) im Blue Kaouki Hotel gebucht. Für Familien gibt es auch eine größere Familiensuite. Da Alex und Emmy aber zumeist bei uns im Bett schlafen, reichte uns die kleinere Variante. Das Team vom Blue Kaouki hat es uns leicht gemacht, uns dort superschnell wohl zu fühlen. Die belgische Betreiberin Véronique ist vor Ort für alle Fragen immer ansprechbar und organisiert quasi alles für ihre Gäste. Wir haben das Geld für unsere Unterkunft vorab in Euro auf ihr belgisches Konto überwiesen und hatten damit bei Ankunft diesen Teil schon erledigt. Zum Team gehören außerdem Veroniqués Sohn Louis und diverse Helfer/innen. Während unseren Aufenthalts waren gerade Johanna und Amelie aus Deutschland da. Das Hotel hat eine wunderschöne Dachterrasse auf der auch das Frühstück serviert wird. Für den unvermeidbaren Besuch am Strand könnt ihr eine Strandtasche mit kostenlosen Strandtüchern erhalten und für die Kleinen gibt es jede Menge Sandspielzeug, das ausgeliehen werden kann. Ihr könnt im Hotel auch Getränke erhalten, die auf einer Liste notiert und bei Abreise bezahlt werden.

20150616_165809 20150617_091151P1080475P1080480

 

Einkaufen und Geld

Es gibt in Sidi Kaouki außer Surfbedarf und einem Miniminilebensmittelmarkt, den man erst als solchen erkennen muss, keine Geschäfte. Bei besagtem Minimarkt kann man aber das Allernotwendigste kaufen. Wichtig ist auch in Sidi Kaouki, ausreichend Bargeld mitzunehmen, da es vor Ort keine Möglichkeit gibt, an solches zu gelangen.

Der Strand

Der Strand war sauber und trotz seiner Weitläufigkeit gut zu überschauen. Es gab mehr Wellen als in Taghazout, weshalb wir auch mehr Surfern bei ihrem Treiben zuschauen konnten. Man kann zwei Liegen und einen Schirm für 50 Dirham/Tag mieten. Ansonsten liegt das ein oder andere Dromedar am Strand herum und wartet auf seinen Einsatz als Reittier.

P1080581 P1080537P1080535P1080502

Wind

Es war während aller Tage windig in Sidi Kaouki. Die meiste Zeit sorgte der Wind aber lediglich für ein bischen Abkühlung und wurde von uns nicht als störend empfunden.

Essen

In Sidi Kaouki gibt es mehrere Restaurants. Die meisten befinden sich hinter dem Strandparkplatz, quasi gegenüber vom Blue Kaouki. Wir haben dort am letzten Tag noch das „Chez Iziki“ getestet und waren von der Herzlichkeit der Bedienung und dem Geschmack des Essens angetan. Für ein Hauptgericht zahlten wir etwa 45 Dirham. Die meisten Mahlzeiten nahmen wir im Al-Vent ein, dass uns von der Location her gut gefiel und beim ersten Besuch bereits durch besondere Kinderfreundlichkeit auffiel. Für meine vegetarische Tajine zahlte ich 50 Dirham.

P1080490P1080487

 

Tierische Bewohner

Ansonsten waren in Sidi Kaouki eine Menge Tiere zu bestaunen. Neben den Dromedaren am Strand und den Pferden, die ebenfalls für einen Ritt gemietet werden konnten, liefen vor allem Hunde, Katzen und Esel auf der Straße herum und zeigten sich teilweise sehr interessiert an unserem Treiben oder suchten Gesellschaft wie der Hund, der sich am Strand kurzerhand mal neben die schlafende Emmy unter den Schirm packte.

P1080523

Ausflug nach Essaouira

Wem es in Sidi Kaouki zu langweilig wird, kann einen Ausflug nach Essaouira machen. Dort gibt es eine quirlige Medina mit endlosen Shoppingmöglichkeiten, einen weiteren Strand und vieles mehr. Per Bus kostet der Trip 7 Dirham und dauert eine Stunde. Das Taxi bringt euch in 30 Minuten für 100 Dirham zur Medina in Essaouira.

Abreise

Es fiel uns schwer, Abschied von Sidi Kaouki und gleichzeitig auch von Marokko zu nehmen. Mohammed, der uns bereits nach Essaouira gefahren hatte, brachte uns mit seinem Taxi in drei Stunden zum Flughafen in Agadir. Es war trotz der Länge und der wieder kurvigen Strecke eine sehr angenehme Fahrt. Neben zahlreichen Erläuterungen zu Dingen rechts und links der Fahrbahn und seiner herzlichen Art überzeugte uns Mohammed auch durch seine sichere Fahrweise.

 

 

2 Kommentare

  1. Die Küste Marokkos sieht wunderschön aus! Ich bin gerade wieder zurück aus dem Land, hatte aber leider keine Zeit mehr Richtung Norden zu reisen. So habe ich „nur“ Marrakech, den Hohen Atlas und die Wüste gesehen, aber ich glaube, ich muss wohl nochmal zurück 🙂

    Liebe Grüße,
    Lynn

    • Sabrina sagt

      Liebe Lynn, danke für deinen Kommentar. Da gibt es in der Tat nur eine Lösung: du musst dringend noch mal nach Marokko fahren ;).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *