Reisen mit Kindern
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5 Dinge, die wir von Kindern auf Reisen lernen können

Windelnomade

Wenn es gut läuft, dann sollen ja eigentlich wir Großen dem Nachwuchs ein Vorbild sein. Das gelingt – je nach Tagesform – mal mehr und mal weniger gut. Gerade auf Reisen können aber auch wir soviel von Kindern lernen.

Bleib neugierig

Es gibt da draußen so viele interessante und schöne Dinge zu entdecken -du musst nur die Augen offen halten. Wenn etwas dein Interesse geweckt hat, dann nimm dir die Zeit, es genau anzuschauen.

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Bleib mal stehen

Wenn du auch auf Reisen dazu neigst, möglichst viel machen und erleben zu wollen, dann läufst du Gefahr, schöne Dinge zu verpassen. Halte zwischendurch mal inne und schau dich um, was es zu entdecken gibt. Wer mit Kindern unterwegs ist, weiß, dass sich auch kleinere Strecken sehr in die Länge ziehen können, weil jedes Detail am Wegesrand einer eingehenden Betrachtung unterzogen wird. Dränge dann nicht auf ein Vorankommen, wenn ihr nicht gerade Gefahr lauft, den Flieger zu verpassen, sondern lass dich ein auf diese Entdeckung der Langsamkeit. Wie oft wären mir Dinge gar nicht aufgefallen, wenn nicht Alex irgendwo einfach stehengeblieben wäre und so auch mich zum Stehenbleiben gebracht hätte.

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Sei offen für neue Menschen

Es ist immer wieder erstaunlich anzusehen, mit welcher Selbstverständlichkeit meine Kinder mit völlig fremden Menschen umgehen. Natürlich solltest du dein (e) Kind(er) auch für etwaige Gefahren sensibilisieren, aber dies sollte nicht dazu führen, dass allen fremden Menschen ein Misstrauen entgegengebracht wird. Von der angesprochenen Selbstverständlichkeit und Offenheit, mit der Kinder auf andere Menschen zugehen, können wir etwas lernen. Wenn du dich auf ein Gespräch, einen Kontakt mit Fremden einlässt, wirst du viel Neues erfahren und viel wertvollen Input bekommen, der dich weiter voranbringt.

Es ist egal, welche Sprache man spricht

Letzte Woche hatten wir in unserer Ferienwohnung in Marokko Besuch von marokkanischen Kindern. Alex und die beiden marokkanischen Mädchen verstanden jeweils kein Wort von dem, was der andere sagte, aber sie fanden eine anderweitige Kommunikationsbasis und waren schnell ins gemeinsame Spiel vertieft. Ein Lachen ist in jeder Sprache verständlich. Mit Mimik, Händen und Füßen lässt sich zudem manche Sprachbarriere überwinden. Lass auch du dich nicht davon abschrecken, dass dein Gegenüber möglicherweise deine Worte nicht versteht, sondern nutze andere Möglichkeiten der Verständigung.

Schlafen kann man fast überall

Mit gewissem Neid nehme ich auf Reisen immer wieder zur Kenntnis, dass Alex und Emmy einfach überall einschlafen, wenn sie müde sind. Wir Großen stellen oft überzogene Anforderungen an unseren Schlafkomfort. Mittlerweile habe ich gelernt, Situationen, in denen keine Gefahr droht und in denen die Kleinen weggeschlummert sind, auch für mich für ein Powernap zu nutzen. Es ist nämlich sehr unschön, wenn die frisch ausgeruhten Kinder auf völlig übermüdete Eltern treffen.

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2 Kommentare

  1. In deine artikel steckt soviel Wahrheit drin. Ich genieße jeden Urlaub mit Sohnemann sooo intensiv, weil ich in seine kleine welt eintauche und er sie mit seinen Augen zeigt. Wie spannend das alles ist, erfahren wir aber erst, wenn wir einmal runter in die Knie gehen und uns von den Wert- und Normvorstellungen der erwachsenen Welt lösen.

    • letsfindtiggy sagt

      Steffi, da hast du so recht ! Man nimmt auf Reisen mit Kindern nicht nur ganz andere, sondern auch viel mehr Dinge war. Dinge, über die wir Großen sonst vielleicht einfach hinwegtrampeln würden.

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