Europa, Metropolensommer, Reisen mit Kindern
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Familienwochenende in Hamburg

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Das erste Wochenende des von mir ausgerufenen Metropolensommers haben wir im schönen Hamburg verbracht. Auch wenn das sonntägliche Wetter hätte besser sein können, wären wir gerne noch länger geblieben.

Die Anreise

Wir wollten es wirklich wissen und sind mit einem KasselPlus-Ticket in Kombination mit einem Niedersachsenticket nach Hamburg gefahren. Absolut überzeugend war natürlich der Preis von insgesamt 30,60 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder (27 Euro für das Niedersachsenticket plus 3,60 Euro für Helmuts KasselPlus-Ticket – ich war dank Monatskarte insoweit schon versorgt). Weiteres Highlight: ich hatte eine Verbindung mit nur einmaligem Umsteigen in Göttingen gefunden. Gleichwohl waren wir einigemaßen skeptisch, wie voll die Nahverkehrszüge am Freitag zur Feierabendzeit werden würden. Das Schicksal meinte es gut mit uns. Sowohl im Cantus nach Göttingen als auch im Metronom nach Hamburg bekamen wir vier zusammenhängende Sitzplätze und hatten ausreichend Möglichkeiten, den Kinderwagen und das Gepäck zu verstauen. Weiterer Unsicherheitsfaktor war natürlich die Laune von Alex und Emmy. Wie würden sie über 5 Stunden Zugfahrt an diesem Tag überstehen?  Wir trösteten uns damit, dass beide schon länger als 9 Stunden im Flieger verbracht hatten, ohne dass es zur Totaleskalation gekommen ist. Andererseits wird bei Emirates natürlich mehr geboten als im Cantus oder Metronom. Aber auch diese Hürde haben wir gut genommen. Zwar mussten wir Alex unterwegs ein paarmal überreden, nicht schon auf halber Strecke auszusteigen, aber sonst lief es gut. In Hamburg am Hauptbahnhof angekommen waren wir dann auch nur noch eine Station von unserer Unterkunft entfernt.

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Die Unterkunft

Der Weg von der U-Bahnstation „Berliner Tor“ zur Superbude ließ Zweifel an meiner sonst so sicheren Wahl einer Unterkunft aufkommen. Es gab nichts Schönes zu erblicken. Umso angenehmer war der Empfang in der Superbude St. Georg. Gleich beim Eintreten in den Rezeptionsbereich fühlten wir uns wohl. Angenehmes Design, positive Farben und eine herzliche und unkomplizierte Begrüßung. In unserer „Doppelbude“ (gibt es ab 60 Euro / Nacht) stand für Emmy schon ihr Babybett bereit, Alex bekam noch das versprochene Eis und für die Eltern gab es noch einen Rioja als Schlummertrunk. Wir haben an beiden Tagen das Frühstücksangebot in Anspruch genommen. Für 9 Euro pro Person bekommt man eine gute Auswahl geboten und darf sich im Waffelbacken versuchen. Das war im Übrigen das nach meinem Dafürhalten erste idiotensichere Waffeleisen, das meinen Weg gekreuzt hat. Lobend sei auch der Kaffee erwähnt, den man auch mit Sojamilch genießen kann. Es gab also nichts zu meckern, auch wenn unser verwöhnter Erstgeborener das Fehlen von Rührei bemängelt hat. Eingenommen wird das Frühstück an langen Tafeln gemeinsam mit anderen Gästen. Für die Kleinsten gibt es Hochstühle mit Tischchen davor. Auch wenn die Superbude zunächst eher auf junge Leute zugeschnitten scheint, waren an diesem Wochenende Gäste jeglichen Alters, darunter auch viele Familien mit kleinen Kindern, anzutreffen. Für Kinder gibt es in der Lobby Ausmalbögen und Stifte und im kleinen Innenhof, der mit allerlei gemütlichen Sitzgelegenheiten aufwartet, eine Reifenschaukel. Getränke, Snacks und guter Rat sind rund um die Uhr an der Rezeption zu haben. Großes Lob von mir auch für das überall im Haus gut funktionierende WLAN.

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Unser neuer Lieblingsspielplatz

Am Samstag waren wir -nachdem Alex sich in der Stadt ein Paar neue Piratenhausschuhe gekauft hatte- in der HafenCity verabredet. Treffpunkt: der Schatzinsel-Spielplatz im Grasbrookhafen. Ich hatte vor wenigen Tagen das erste Mal in einem Artikel von Steffi auf ihrem Blog freileben.net über diesen Spielplatz gelesen und war begeistert, dass uns eben dieser Spielplatz als Treffpunkt vorgeschlagen wurde. Umso besser, dass das Wetter auch mitspielte. Der Spielplatz ist auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen (U-Bahnstation Überseequartier). Was wir vorfanden, war eine Kombination aus Piratenschiffabenteuer- und Wasserspielplatz. Genau das richtige für Alex, den nun nichts mehr aufzuhalten vermochte. Am Rand des Spielplatzes gab es auch einige Bäume, die ausreichend Schatten spendeten, um sich darunter niederzulassen. Außerdem gibt es einen kleinen Verpflegungsstand, der Kaffee, Kaltgetränke und kleine Snacks bereithält. Innerhalb kürzester Zeit war Alex nass, versandet und supperhappy – auch wenn ich überlegte, ob ich auch wirklich für beide Kinder ausreichend Wechselklamotten eingepackt hatte. Wir verbrachten Stunden auf diesem Spielplatz. Zunächst alleine (naja es war schon ziemlich voll) und später mit unseren Bekannten, die ihrerseits ihre zwei Kinder dabei hatten. Nach vielem Toben (Alex) und ambitionierten Reinigungsarbeiten (ich) waren alle hungrig. Nach einem kurzen Gang am Wasser entlang landeten wir im Kaisers, wo wir für jeden Geschmack etwas fanden. Auch alle Sonderwünsche der Kinder wurden ohne Weiteres erfüllt, was sehr zur weiteren entspannung der Lage beitrug. Danach neigte sich der Samstag schon dem Ende und unsere kleinen Piraten waren schlagskaputt und reif für die Koje.

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Wasser überall

Die Wettervorhersage für Sonntag gefiel uns gar nicht. Eigentlich hatten wir vorgehabt, am Elbstrand zu frühstücken. Nach dem Ausschlafen war es draußen aber tatsächlich grau. Also sind wir erst einmal ganz gemütlich zum Superbudenfrühstück gegangen und haben gehofft, dass das noch besser wird. So richtig sonnig ist es nicht mehr geworden, aber immerhin hat es auch keine Hunde und Katzen geregnet. Es ging dann auf in Richtung Landungsbrücken um Rickmer Rickmers den obligatorischen Besuch abzustatten. Ich bin ohnehin kein großer Fan von Hafenrundfahrten. Heute erschien mir das Wetter zudem mäßig geeignet. Andererseits wollten wir Hamburg nicht verlassen, ohne zu Wasser gegangen zu sein. Also entschieden wir uns kurzerhand für die Fähre nach Finkenwerder und links und rechts das Panorama. Besonders eindrucksvoll war diesmal ein riesiges Containerschiff, dass unsere Wege kreuzte. Zurück an den Landungsbrücken, brachen wir dann auch schon in Richtung Hauptbahnhof auf. Alex und Helmut holten noch unser in der Superbude verbliebenes Gepäck ab und um 16.24 Uhr saßen wir dann wieder im ICE zurück nach Kassel.

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Fazit: Hamburg lohnt immer und noch mehr bei schönem Wetter. Die Superbude können wir als kinderfreundlich und auch sonst empfehlen. Der Schatzinselspielplatz allein lohnt beinahe die Anreise nach Hamburg. Eine Fährfahrt macht immer Laune, bei schönem Wetter kann man am Museumshafen Övelgoenne aussteigen und zur Strandperle laufen.

Weiters persönliches Fazit: Zum nächsten Metropolenwochenende muss eine andere Kamera mit

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