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My very first barcamp – Felibrina auf dem ersten deutschen Reiseblogger Barcamp

Rooftop Estrel

Am 2./3. April   2016 fand in Berlin im Hotel Estrel das erste deutsche Reiseblogger Barcamp statt und wir hatten das Glück, dabei sein zu dürfen.

 

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Namenschilder

Ankunft und Warm-Up

Zurück in Deutschland

Am frühen Nachmittag des 1. Aprils landen wir auf dem Rollfeld des Flughafens Leipzig/Halle. Mein rechter Fuß ist eingeschlafen und auch Felicia befindet sich auf meinem Schoß noch im Tiefschlaf. Wir sind bereits etwas mitgenommen von der Anreise aus Antalya und haben unser Ziel aber noch lange nicht erreicht. Von Leipzig aus soll es weitergehen ins schöne Berlin, da wir dort am ersten Reiseblogger Barcamp teilnehmen wollen. Es gab auch zunächst den Plan direkt nach Berlin zu fliegen, aber dann explodierten über die Nacht die Flugpreise. So kommt es also, dass wir uns vom Flughafen Leipzig aus in Richtung der Hauptstadt auf dem Weg machen.

Unser großer Koffer ist gefüllt mit Kleidung, die allerdings Spuren der vergangenen Urlaubstage trägt. Der eigentliche Plan, in Berlin noch mal eben schnell ein Waschcenter heimzusuchen, wird aber von mir schnell verworfen. Etwas über eine halbe Stunde Umsteigezeit am Leipziger Hauptbahnhof reicht aus, um ein wenig Garderobe für die kommenden zwei Tage einzukaufen – Powershopping. Mit dem Anprobieren wird es dabei natürlich nichts. Es ist ohnehin sportlich genug, mit Kind in der Trage, einem mordsschweren Koffer und einer auch nicht leichter werdenden Umhängetasche auf Shoppingtour zu gehen. Wir schlagen uns aber ganz gut und besteigen den Zug nach Berlin tatsächlich mit dem Nötigsten für die nächsten Tage.

Gebucht haben wir zwar bis Berlin Hauptbahnhof, aber unterwegs dorthin stelle ich fest, dass es für uns günstiger ist, den Zug bereits am Südkreuz zu verlassen und in die Ringbahn zu wechseln. So machen wir es dann auch und kommen gegen 16.40 Uhr an unserem Ziel – dem Estrel – an.

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Willkommen im Estrel

An der Rezeption werden wir sehr freundlich begrüßt und erhalten unsere Zimmerkarte mit fünfstelliger Zimmernummer.

Das Estrel hat derzeit 1125 Zimmer und ist damit das größte Hotel in Deutschland. Dank der guten Erklärung ist es für uns aber kein Problem, unser Zimmer schnell zu finden.

Betritt ein Reiseblogger ein Hotelzimmer, so werden in aller Regel zunächst Fotos gemacht. Da bilde ich keine Ausnahme. Die Anwesenheit eines Kleinkindes in diesem Moment kann dabei zur Herausforderung werden. Lässt man das Kind in der Trage, so wird schnell nach der Kamera gegriffen und es entstehen Bilder, auf denen das Zimmer nur noch sehr ansatzweise zu erkennen ist. Ich entscheide mich also für die Alternative und befreie Felicia zunächst aus ihrer Trage. Nun bleiben mir nur noch wenige Sekunden, um meine Bilder zu machen. Die nächste Handlung besteht darin, alles, was kaputt gehen könnte oder Verletzungspotential bietet, schnell in Sicherheit zu bringen.

Zimmer Estrel

Im Zimmer fühlen wir uns gleich gut aufgehoben. Es ist geräumig und macht einen gemütlichen Eindruck. Freuen können wir uns auch über einen süßen Willkommensgruß. Es wurde ein Teller mit Pralinen für uns bereitgestellt, die sich im weiteren Verlauf als sehr lecker herausstellen sollen. Daneben liegt eine liebevoll gestaltete Willkommenskarte mit meinem Namen.

Pralinen

Keine fünf Minuten später klopft es auch bereits an unserer Tür und das von mir angefragte Babybett für Felicia wird gebracht. Das sieht so gemütlich aus, dass diese gleich von mir hineingesetzt werden will.

Gemeinsames Warm-Up am Abend

Nachdem wir die Stadtführung bereits verpasst haben, möchten wir aber unbedingt am Abendessen teilnehmen und die anderen Teilnehmer kennenlernen. Es bleibt aber noch genug Zeit, nach der langen Anreise noch eben unter die Dusche zu hüpfen, um etwas frischer in den Abend zu starten.

Im Foyer treffen wir zunächst auf Marion von Escape from Reality, die ich bereits zuvor zweimal in Berlin getroffen habe. Die Gefahr, die anderen zu verpassen, ist damit erst einmal gebannt. Nach und nach treffen weitere Teilnehmer ein und wir machen uns gemeinsam auf zum La Terrazza, einer Trattoria, die wir fußläufig erreichen können. Die meisten Gesichter sind für mich neu, aber es gibt auch Ausnahmen. So freue ich mich zum Beispiel über ein Wiedersehen mit Nicolo von Nicolos Reiseblog, den ich auf der ITB erstmals getroffen habe und der der erste andere Reiseblogger aus der unmittelbaren Nähe von Kassel war, der mir bislang über den Weg gelaufen ist. Die Teilnehmer, die nicht im Estrel wohnen, sind bei unserer Ankunft im Lokal überwiegend bereits eingetroffen. Auch hier gibt es ein Wiedersehen – diesmal mit Simone von Totally-London, die auch aus der Nähe von Kassel kommt.

Es wird ein netter Abend mit leckeren Speisen und Getränken und einem ersten Beschnuppern der anderen Teilnehmer. Alle werden satt und zufrieden, wenn auch die große Truppe zeitweise eine ganz schöne Herausforderung für die Kellnerschar darstellt.

Nach dem Genuss von drei Flaschen Milch und ein wenig Pizza Napoli beschließt Felicia, dass sie jetzt mal eben einschläft und wird von mir schlafend zurück zum Hotel getragen. Gemeinsam mit Britta von Genussgier, Inka von Inkas Tour und Josephine von Neue Meere entdecken nehme ich noch einen Absacker im Foyer des Hotels. Felicia schlummert währenddessen auf einer der breiten Couchen weiter. Der „Swimming Pool“ steht zwar nicht auf der Cocktailkarte, wird aber auf unseren Wunsch gleichwohl zubereitet und ist genau so, wie er sein sollte.

Gegen Mitternacht geht es dann aufs Zimmer und ich schaffe es tatsächlich, Felicia umzukleiden und zu wickeln, ohne dass sie aufwacht. Ich schlafe königlich in dem sehr bequemen Bett, das ich ausnahmsweise mal ganz für mich allein habe.

Tag 1 des Reiseblogger Barcamps

Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück

Gut ausgeruht wachen wir am nächsten Morgen auf und freuen uns auf ein leckeres Frühstück vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn. Frühstück ist für mich unterwegs sehr wichtig. Meine Erwartungen werden nicht enttäuscht.

Das Frühstück im Estrel lässt keine Wünsche offen. Besonders positiv fällt die große Auswahl an frischem Obst auf.

Die Session dauert 45 Minuten

Satt und zufrieden finden uns zunächst alle im Konferenzraum „Paris“ ein. Dort wartet auch bereits Alina, die Kinderbetreuung, die extra für Felicia da ist, auf uns.

Für uns Großen gibt es erst einmal eine Vorstellungsrunde, in der jeder seinen Namen, seinen Blognamen und drei Schlagwörter, die ihn ausmachen, zum Besten gibt.

Wie gut, dass wir vorher aber noch ein Schildchen zum Umhängen bekommen haben, auf dem der Name noch einmal draufsteht. Ich zumindest wäre ansonsten mit all den neuen Namen hoffnungslos überfordert.

Und dann beginnt die Sessionplanung. Das schöne am Barcamp ist, dass es die Teilnehmer sind, die ziemlich spontan festlegen, was an einem Barcamptag so passiert. Es stehen mehrere Räume zur Verfügung und am Vormittag und Nachmittag gibt es jeweils mehrere Slots, die befüllt werden wollen. Dabei ist egal, ob ein „alter Hase“ sein Wissen weitergeben will, oder ob ein Newbie noch eine besondere Fragestellung hat. Am Ende kommt dabei eine bunte Mischung heraus, bei der für jeden etwas dabei ist.

Eins jedoch haben alle Sessions gemeinsam: sie dauern 45 Minuten. Die Themen sind vielfältig. Es geht z.B. darun, wie ich möglichst geschickt an potentielle Kooperationspartner herantrete, wie ich von mir geklaute Bilder im Internet wiederfinde (und wie ich mich dagegen wehren kann), was einen guten Blogartikel ausmacht und wie ich meine Beiträge suchmaschinenoptimiere und , und, und….

Das einzige Problem besteht darin, dass teilweise mehrere echt interessante Sachen gleichzeitig angeboten werden und ich mich nicht aufteilen kann.

Nach den ersten Sessions am Vormittag dürfen wir uns im Estrel ein leckeres Mittagessen vom Buffet munden lassen. Felicia ist insbesondere von den Nachtischen und der Pasta mit Trüffeln sehr begeistert.

Mittagessen

Dessert

Erneut gut gesättigt und voller Tatendrang geht es am Nachmittag weiter und keiner stört sich dran, wenn er mal auf dem Boden sitzen muss, weil die von ihm besuchte Session so richtig gut besucht ist. Auch sehr angenehm: kein Stuhl mehr da heißt nicht kein Zutritt und ein Wechseln während der Sessions ist möglich.

Als Christos uns in seiner Session das Daios Cove auf Kreta vorstellt, stellen sich mindestens 99 % der Teilnehmer im Anschluss vor, wie genial es wohl wäre, jetzt in dem gerade gesehenen Pool zu schwimmen.

Nach der letzten Session treffen wir uns mit allen Teilnehmern noch einmal in „Paris“, schauen auf den Tag zurück und blicken auf das, was da am nächsten Tag und am Abend so kommen wird.

Und noch mehr Essen

Jetzt habe ich fast vergessen, dass es ja am Nachmittag wieder was zu essen gab – so ein Barcamp macht schließlich hungrig. Das Estrel hat für uns sußersüße Social Media Muffins vorbereitet. Was Süßes geht immer.

Bild zur Verfügung gestellt von Neusta eTourism

Bild zur Verfügung gestellt von Neusta eTourism

Und wo wir schon beim Essen sind: Gemeinsam mit Simone und Ricarda von Hidden Traces darf ich die vegane Version der Hauptstadtpraline testen. „Haupstadtpraline“ ist eine Currywurst im Glas und jeder Teilnehmer darf sich ein Exemplar mit nach Hause nehmen.

Hauptstadtpraline

Berlin von oben

Wir erhalten bei einer Hotelführung die Gelegenheit, uns das Estrel noch etwas genauer anzuschauen. Dabei dürfen wir dem Hotel auch auf das Dach steigen und den Ausblick auf Berlin genießen.

Berlin

Stars in Concert

An das Hotel angegliedert ist auch ein großer Veranstaltungsbereich, in dem unter anderem die Show „Stars in Concert“ gezeigt wird. Dort kann man dann in einer mitreißenden Show doubles von Legenden der Musikgeschichte erleben. Das Estrel hat uns Teilnehmern dankenswerterweise jeweils eine Karte für die Show zur Verfügung gestellt.

Tag 2 des Reiseblogger Barcamps

Gut gestartet

Noch einmal genießen wir ein ausgezeichnetes Frühstück. Egal was jetzt kommt – wir haben den Tag gut begonnen.

Rote Punkte sind nicht immer böse

Aber es geht richtig gut weiter. Wir treffen uns wieder in „Paris“ und besprechen die Sessionplanun für den Tag. Die Sessions die am Vortag dann ganz viele rote Klebepunkte für gutes Gefallen bzw. starkes Interesse bekommen haben, werden noch einmal angeboten. Und es kommen neue spannende Themen hinzu.

Mittagessen am Schokobrunnen

Damit wir nicht kraftlos zusammenbrechen, wird uns zur Mittagszeit wieder ein opulentes Buffet dargeboten. Schon das Anschauen macht Freude – das Essen gleich noch mehr.

Am Schokobrunnen versuche ich Felicia vorbeizubekommen, ohne dass sie diesen sieht – nicht auszudenken, welche Sauerei sonst zu erwarten wäre.

Am Nachmittag geben wir dann noch einmal alles in den letzten Sessions und merken immer wieder, wie uns die Zeit davonläuft. Aber: die Session dauert 45 Minuten.

Abschiedsschmerz und gute Perspektiven

Zum Abschluss treffen wir uns ein letztes Mal in „Paris“ und tauschen unsere Gedanken zu den letzten zwei Tagen aus.

Es gibt gute Nachrichten: Ein weiteres Reiseblogger Barcamp ist noch für dieses Jahr geplant. Termin ist der 24./25. September 2016. Es geht aller Voraussicht nach nach Bremen.

Heim nach Kassel

Gemeinsam mit Silvia von Volle Lotte, mit der ich mich noch bis Kassel-Wilhelmshöhe unterhalten darf, und Nadine von dipi..t..seren(ity) machen wir uns dann auf den weg zum Berliner Hauptbahnhof.

Schlußwort

Fazit: Das war genial, da wollen wir wieder dabei sein !

Danke an Jan Theofel und Romy Mlzink für die tolle Orga, ganz großes Kino ! Vielen Dank auch an alle Sponsoren, die dieses Event unterstützt haben. Und natürlich danke an alle Teilnehmer, die dabei waren und die Veranstaltung zum Erlebnis haben werden lassen (Wer im Einzelnen so dabei war kannst du hier nachlesen).

6 Kommentare

  1. Hallo Sabrina,

    Vielen lieben Dank für Deinen Beitrag! Wir freuen uns sehr darüber und hoffen, euch das nächste Mal wiederzusehen.

    Jan & Romy

    • Sabrina sagt

      Wir danken euch für die gelungene Orga und haben den Septembertermin schon bei uns eingeplant 🙂

  2. Schön zu sehen, das Mütter mit Kindern nicht ausgeschlossen werden. Auch wenn es manchmal anstrengend aussah, aber das ist ja normal mit Kind. Es war schön, euch getroffen zu haben. Leider blieb zu wenig Zeit zum Kennenlernen. Freut mich auf ein nächstes Mal.

    • Sabrina sagt

      Es war auch toll, dich getroffen zu haben. Beim nächsten Mal finden wir sicherlich auch mehr Zeit. Mit Kind ist man halt nicht mehr ganz so flexibel, aber im Wesentlichen macht die kleine Maus alles mit und ich glaube sie hatte wahnsinnigen Spaß 🙂 Also, wir sehen uns 😉

  3. Danke für den ausführlichen Bericht. Ich konnte mir da bisher wenig drunter vorstellen. Aber abgesehen davon, dass es hauptsächlich ums Essen zu gehen scheint 😀 müssen das ja wohl doch ganz interessante Themen sein, aus denen man auch ganz praktisch etwas mitnehmen kann fürs weitere Bloggen. Ich habe mir den nächsten Termin jedenfalls schon mal vorgemerkt. 😉

    • Sabrina sagt

      Essen ist wichtig ;). Nein mal im Ernst, da kannst du eine Menge mitnehmen und Spaß macht es auch noch. Fände ich schön, wenn wir uns beim nächsten Termin sehen würden !

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