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Am Ende der schönsten Straße von Antalya

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Urlaub in der Altstadt von Antalya

– wir haben es ausprobiert.

„Am Ende der schönsten Straße von Antalya“ (laut unserem Reiseführer wohnten wir tatsächlich in der schönsten Straße – aber das habe ich erst später gelesen.)

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Das hätten wir dem Taxifahrer sagen sollen, der freundlich lächelnd mit einem Schild, auf dem mein Name geschrieben stand, am Flughafen von Antalya auf uns wartete. Ich hatte mittags noch im Hotel angerufen und um die Organisation eines Flughafentransfers gebeten, da wir erst am Abend ankommen würden. Stutzig wurde ich, als der Fahrer mehrfach nach dem Namen des Hotels fragte. Ich wiederholte diesen gebetsmühlenartig, konnte ihm aber auf Nachfrage weder Straße noch Telefonnummer nennen, da ich die Buchungsbestätigung nur elektronisch dabei hatte und der Akku meines Handys sich gerade verabschiedet hatte. Wir fuhren also erst einmal in Richtung Altstadt. Wegen der anstehenden Expo gab es zahlreiche Baustellen, die es zu umfahren galt. Einmal in der Altstadt angekommen, fragte mich unser Fahrer erneut nach dem Namen des Hotels. Ich wiederholte ihn brav ein weiteres Mal. Nun heizte das Taxi durch die Gassen der Altstadt und unser Fahrer hielt irgendwo an „Hier ok ?“. Ich warf einen Blick aus dem Fenster und bedeutete ihm anschließend, dass unser Hotel nirgends zu sehen war und ich nicht auszusteigen gedachte, dass es aber möglicherweise eine gute Idee sein könnte, jemanden nach dem Weg zu fragen. Er fragte mich, wo es langgeht. Ich blieb sehr ruhig und versuchte ihm noch einmal zu erklären, dass ich einen Flughafentransfer gebucht hatte und er offensichtlich der Fahrer war, der dazu ausersehen worden war, uns am Flughafen abzuholen und im Hotel abzuliefern. Seine Stimmung sank in den Keller und meine Geduld näherte sich ihrem Ende. Weil irgendwann immer alles gut wird, fanden wir einen Menschen mit Ortskenntnis, der dem Fahrer den Weg erklärte. Und so landeten wir dann doch noch am Ende der schönsten Straße von Antalya.

Blumige Bilder

Bereits am Morgen des nächsten Tages wurde uns klar, dass eine Beschreibung unseres Hotels einfach gewesen wäre. Es handelt sich mit Sicherheit um eines der meistfotografierten Häuser in Antalyas Altstadt, wobei ein Großteil der Fotos auf das Konto von asiatischen Reisegruppen gehen dürfte.

Warum unser Hotel so oft fotografiert wird ? Schau selbst:

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Man spricht deutsch

Das „Konak Odile“ selbst wird aber überwiegend von deutschen Gästen besucht. Das hätte sich mir aber bereits anhand der Kritiken auf booking.com erschließen können, in denen Günther und Erich das Haus in höchsten Tönen lobten. Wir waren übrigens auch sehr zufrieden. Es war für uns nur ein kleiner Schock, von Izmir, wo wir als deutsche Touristen im Bussinesshotel eher exotisch waren, nach Antalya zu kommen, wo wir zahlreiche andere deutsche Touristen vorfanden und allerorten auch in deutsch angesprochen wurden.

Unterkunft mit Aussicht

Das Hotel ist schnuckelig und die Zimmer bieten alles, was man so braucht. Schön ist insbesondere der Ausblick aufs Meer, den man zu allen Mahlzeiten genießen kann. Wer mittags oder abends dort isst, dem kann ich die gemischten Vorspeisen ans Herz legen, die ein Hauptgericht eigentlich bereits entbehrlich machen.

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In den Gassen der Altstadt

Ich war in der Vergangenheit schon viele Male in Antalyas Altstadt gewesen, aber dort genächtigt hatte ich zuletzt auf einer von meiner Schule organisierten Türkeirundreise im Jahr 1995 – verdammt lang her. Ich mag die vielen kleinen Gassen, die Restaurants und Cafés, das Draußensitzen. Die traditionelle osmanische Architektur und der Mangel an hohen Gebäuden sind eine Wohltat für das Auge.

Wer schöne Aussichten mag, der ist in Antalyas Altstadt richtig. Es gibt mehrere Aussichtsplattformen, die den Blick aufs Wasser und den kleinen Hafen eröffnen, in dem die Ausflugsboote auf Gäste warten.

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Unterwegs zu Wasser

So eine Bootsfahrt, die es von verschiedener Dauer gibt, sollte man zumindest einmal gemacht haben. Der Preis ist oft Verhandlungssache und je leerer das Boot noch ist, desto eher lässt sich handeln. Wir haben für die 45minütige Tour umgerechnet 5 Euro bezahlt. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte bei unruhiger See lieber etwas anderes unternehmen. Wir haben zwei Ausfahrten gemacht. Die erste Fahrt – bei ruhiger See – war sehr schön. Beim zweiten Anlauf konnte ich mich zwar beherrschen, aber Felicia hat sich, auf meinem Schoß sitzend, großzügig erbrochen, was den Genuß der Fahrt dann doch etwas eintrübte.

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Die schönste Straße

Wie findet man nun die angeblich schönste Straße in Antalyas Altstadt ? Ganz einfach. Wenn du vor dem Hadrianstor, dem Eingangstor zur Altstadt stehst, gehst du durch dieses hindurch und – voilà, da ist sie schon die Hesapci Sok .

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Karaalioglu Park

Wenn du dieser Straße immer weiter bis zum Ende folgst und dich dann links hältst, landest du in dem -vor allem für Familien- wunderbaren Karaalioglu Park. Von dort hat man einen schönen Ausblick aufs Meer, es gibt Brunnen, Spielplätze und Teegärten. Sehr schön, kann von dort aus auch der Sonnenuntergang über dem Meer betrachtet werden – Momente, die zufrieden machen.

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Teegärten gibt es oberhalb der Altstadt so einige. So kann man beispielseise vom Hafen aus auch mit dem Aufzug nach oben fahren und findet dort ausgedehnte Teegärten mit Panoramablick auf den Hafen.

Zu Tisch

Essen kann man auch sehr gut in der Altstadt von Antalya. Unsere uneingeschränkte Empfehlung können wir dem „Hasanaga“ aussprechen. Dort gibt es öfter einmal Livemusik und ein einzigartiges Vorspeisenbuffet. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt und das Essen ist ein Gedicht.

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Keine Verhandlungen mit Nervensägen

Was ich als störend empfand, das waren die fortwährenden Verkaufsbemühungen der zahlreichen Händler. Ich kaufe grundsätzlich nichts, wenn man sich mir aufdrängt. Wie gesagt, mag dieser Eindruck aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass wir gerade aus Izmir kamen, wo wir so völlig unbehelligt unserer Wege ziehen konnten.

Wie lange bleiben ?

Die Altstadt von Antalya eignet sich gut für einen Kurzaufenthalt von bis zu drei Nächten. Es macht Spaß, alle Gassen zu erkunden. Länger ist -nach meinem persönlichen Dafürhalten- allerdings zu lang.

Ausflug zu den Düden Wasserfällen

Als Ausflugsziel bieten sich die Düden Wasserfälle an. Das Taxi dorthin kostet 15 Euro / einfache Fahrtstrecke, der Eintritt zu den Wasserfällen moderate 3 TL. Man kann auf dem Gelände auch recht günstig frisch gepresste Säfte und Tee sowie einfache Speisen bekommen. Wir haben es nicht bereut, den Abstecher unternommen zu haben.

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Mehr Informationen

Wenn du mehr Hardfacts zu Antalyas Altstadt möchtest, dann kann ich dir den Türkei Reiseblog von Thomas Jeltsch ans Herz legen. Er hat hier auch eine Menge Informationen über Antalya zusammengestellt.

Wenn du die Altstadt von Antalya bereits besucht hast oder besuchen wirst, würde ich mich freuen, zu hören, wie es dir gefallen hat.

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