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San Vito lo Capo – Ein Bootsausflug ins Zingaro Naturreservat und nach Scopello

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In meinem letzten Beitrag habe ich euch verraten, wo Familien während ihres Urlaubs in San Vito lo Capo gut wohnen können. Heute möchte ich euch -von San Vito lo Capo aus – mit auf einen halbtägigen Bootsausflug nehmen.

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Es ist 9.30 Uhr, als das Boot von San Vito Coast Charter im Hafen von San Vito ablegt. Neben dem Kapitän und seinen zwei Helferinnen ist eine altersmäßig durchmischte Gruppe an Bord. Außer uns und einem deutschen Paar mittleren Alters, sind in der Hauptsache gut gelaunte italienische Gäste mit von der Partie.

Gerade ist Nebensaison, gleichwohl ist das Boot recht gut besetzt. Jeder hat aber genügend Platz, um sich ausbreiten und wohnlich einrichten zu können.

Wir sind froh, dass das Wetter heute so gut ist. Eigentlich wollten wir bereits am Tag zuvor an Bord gehen, aber da ist die Fahrt im Anbetracht morgendlichen Regens im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Da wir bei der Buchung des Ausflugs unsere Handynummer hinterlassen hatten, konnten wir jedoch rechtzeitig informiert werden.

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Es geht nach Ausfahrt aus dem kleinen Hafen zunächst vorbei am wunderschönen Strand von San Vito lo Capo, den wir während der zurückliegenden Tage ausgiebig getestet haben und am Torre Scieri, einem der zwei erhaltenen von ehemals drei Wachtürmen.

Nach einigen Minuten erreichen wir die seit 1969 nicht mehr in Betrieb befindliche „Tonnara del Secco“ . Hier wurde einst Thunfisch gefangen und verarbeitet. Die alte Thunfischfabrik war Drehort verschiedener Fernseh- und Kinoproduktionen, wie „Cefalonia“ und einiger Folgen von „Kommisar Montalbano“.

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Nachdem wir an einem weiteren Turm, dem „Torre Mpisu“ vorbeigekommen sind, erreichen wir das Gebiet des Naturreservats Zingaro mit zahlreichen Buchten und wunderbaren Badestränden. Jede der nun angefahrerenen Buchten hat ihren speziellen Reiz und macht Lust auf Baden und das Genießen der umliegenden Natur.

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Die Cala Tonnarella und die Cala dell’Uzzo machen den Anfang. Sie befinden sich im Norden des Naturreservats und zeichnen sich wie die folgenden Buchen auch durch kristallklares Wasser aus.

In die noch unberührter wirkende Cala Marinella, verliebe ich mich auf den ersten Blick.

Die nun folgende Cala Beretta ist eher klein und ebenfalls wenig besucht. Das Wasser hier ist sehr flach.

Die Cala della Disa ähnelt der Cala Beretta, bietet jedoch viel mehr Platz. In ihrer Mitte gibt es einen kleinen Felsen.

Nachdem wir anschließend  an der  Cala del Varo  vorbeigefahren sind gelangen wir zuletzt  zur Cala Capreria, die am nächsten zum südlichen Eingang des Naturreservats liegt. Es gibt einen Kiesstrand und abermals wunderbar klares Wasser.

Ein weiteres optisches Highlight nach Verlassen des Naturreservats sind in jedem Fall die „Faraglioni“ von Scopello (die Klippen von Scopello) – Felsnadeln, die in einer Badebucht aus dem Wasser emporragen. Im Hintergrund bietet die alte Thunfischfabrik von Scopello eine eindrucksvolle Kulisse.

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Hier legen wir vor Rückfahrt eine längere Pause mit Möglichkeit zum Baden in der Bucht ein. Derweil werden an Bord ein süffiger Wein und ein kleiner Imbiss gereicht. Dabei darf der Thunfisch als Zutat natürlich nicht fehlen.

Anschließend geht es zurück in den Hafen von San Vito lo Capo, wo wir gegen 13.00 Uhr wieder ankommen. Die Stimmung an Bord ist ausgelassen, was nicht nur am einfachen, aber gutschmeckenden Wein liegt, der während der Badepause ausgeschenkt wurde. Gegen Ende der Fahrt beschert uns der Seegang noch eine kühle Erfrischung, Wasser schwappt zu uns an Bord, was aber von allen eher belustigt aufgenommen wird.

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Praktische Informationen:

Der Ausflug kostet für einen Erwachsenen 25 Euro. Kinder ab vier zahlen 15 Euro. Die Kleinsten dürfen gratis mitfahren.

Tickets kann man unter anderem in der Via Savoia – der Shop liegt fast am Ende der Straße (Richtung Strand) auf der linken Seite – kaufen.

Die Abfahrt im Hafen, der vom Zentrum aus gut zu Fuß zu erreichen ist, findet dort statt, wo die Fischerboote liegen.

Die Erläuterungen sind in italienischer Sprache. Das Team spricht aber gut Englisch und gibt auf Nachfrage auch gerne detaillierte Informationen in englischer Sprache.

Unsere Kinder waren an diesem Tag die einzigen Kinder an Bord, wurden aber sehr aufmerksam und liebevoll in den Ablauf einbezogen.

Wer Zeit und Gelegenheit hat und zudem gerne auf dem Wasser unterwegs ist, sollte sich diesen Ausflug nicht entgehen lassen !

3 Kommentare

    • Sabrina sagt

      Das hätten wir auch ganz gerne gemacht. Leider ist unser Nachwuchs teilweise zu schwer, um über längere Stecken getragen zu werden und gleichzeitig aber auch überaus lauffaul ;).

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