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Zuhause ist, wo mein Koffer gerade steht

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Ich bin gerne unterwegs – am liebsten ständig. Die Neugier auf die große weite Welt treibt mich an und ich entdecke gerne neue Orte und lerne neue Menschen kennen. Auf Reisen passe ich mich meiner jeweiligen Umgebung sehr schnell an und gehe bereits am ersten Abend nicht ins Hotel oder Hostel, oder wo immer ich gerade nächtige, sondern stets „nach Hause“.

Ich mag es dabei auch, an Orte zurückzukehren und alte Bekannte wiederzutreffen und mich mit ihnen zu unterhalten, als habe man sich gerade gestern gesehen. Das Reisen hält mich lebendig und ist ein unverzichtbarer Bestandteil meines Lebens.

Wann immer ich die Möglichkeit habe, bin ich unterwegs – allein, zu zweit oder mit der ganzen Familie.

Verlasse ich dann einen neu entdeckten Ort, so ist es fast jedesmal ein kleiner Abschied, der wehtut – und oft mit dem Versprechen verbunden, wiederzukehren. Zuhause ist für mich häufig dort, wo mein Koffer steht und am besten geht es mir, wenn ich unterwegs bin.

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Inzwischen gibt es jedoch viele Orte, wo ich bei Wiederkehr eine Art Heimatgefühl empfinde. Ein Facebookfreund, den ich in Kürze auch erstmals persönlich treffen werde, meinte, ich sei so eine Art Nomadin. Das trifft es wohl, ich habe gewissermaßen eine nomadische Seele.

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In den letzten fünf Jahren hat sich mein Leben grundlegend verändert. Ich habe geheiratet und mit meinem Mann zwei wunderbare Kinder bekommen, die wohl mein Leben am einschneidensten verändert haben. Ich habe einen Beruf, in dem ich Verantwortung übernehmen darf und der mir oft auch Spaß macht (die netten Kollegen gibt es obendrein), aber sehr ortsabhängig ist. Vor zwei Jahren haben wir dann auch noch ein Haus gekauft – vielleicht die einzige Entscheidung, die ich öfter mal bereue. So ist es eigentlich alles ganz gut eingerichtet und läuft in geordneten Bahnen vor sich hin.

Es geht jetzt auch nicht mehr nur um mich selbst, sondern jetzt sind da andere Menschen, deren Bedürfnisse eine ebenso große Rolle spielen. Irgendwie mag ich es, in dieses Gesamtensemble eingebunden zu sein und genieße es vor allem, meine Familie um mich herum zu haben.

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Gleichzeitig ist mein gefühltes Zuhause und meine Heimat nicht wirklich der Ort, an dem wir uns nunmehr eingerichtet haben. Ich muss immer wieder aufbrechen, um das Gefühl des Reisens und des Ankommens in der Welt nicht zu verlieren und um im Gleichgewicht zu bleiben.

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Dank der Tolereanz meiner Familie, die meine nomadische Seite anerkennt, gelingt der Spagat zwischen Reiselust und Alltagsleben in der nordhessischen Vorstadt ganz gut. Mir ist bewusst, dass ich wohl das einzige Familienmitglied bin, dem ein fortwährendes Reisen guttäte. Gleichzeitig ist allen anderen klar, dass das Reisen für mich ein Grundbedürfnis und für mein Wohlbefinden extrem wichtig ist.

Abend 2

Mit diesen ziemlich persönlichen Einblicken nehme ich teil an der Blogparade mit dem Titel „Reisen- Was treibt mich an ?“ von PATOTRA . Den Ursprungsartikel zur Blogparade findest du hier.

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