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Marokko – ein Land, das Fotografen glücklich macht

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Die Farben, die Formen, die Landschaften – ganz Marokko scheint ein Paradies für Fotografen zu sein. Nein –  ganz Marokko ist ein Paradies für Fotografen !

Wie oft sind mir während unserer Reisen durch Marokko bereits die Augen übergegangen angesichts soviel Intensität und Schönheit. Diese wunderbaren Anblicke wecken den sofortigen Wunsch, sie festzuhalten, einzufangen, um sich beim Betrachten der Bilder immer wieder zurückversetzen zu können in diesen Moment des begeisterten Betrachtens.

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Ein gutes Beispiel für dieses Phänomen ist ein Spaziergang in der Medina von Chefchaouen. Dieses intensive Blau, an dem ich mich nicht sattsehen kann. Aber auch sonst ist Marokko in dieser Hinsicht eine nicht endend wollende Quelle an Motiven.

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Wenn ich über Marokko schreibe und andere für das Land begeistern möchte, dann soll mein Text von Bildern begleitet werden, die den Leser nachfühlen lassen, was ich erlebt habe, ihn mitnehmen auf eine Reise nach Marokko.

Ich bin keine große Fotografin und meine „Ausrüstung“ ist zumeist ziemlich basic. Es kommen gleichwohl oft schöne Bilder bei meinen laienhaften Bemühungen heraus. Was muss dann erst möglich sein für einen geübten Fotografen mit Profiausrüstung ? Die Begleitung einer Zweijährigen führt dabei auch nicht immer zu erleichterten Bedingungen (von den Schwierigkeiten, ein Hotelzimmer in Rekordzeit vor kleinkindlicher Verwüstung abzulichten, fange ich hier lieber erst gar nicht an).

Das Fotografieren von Menschen in Marokko ist ein Thema für sich. Grundsätzlich gilt nach meinem Verständnis überall auf der Welt, dass man eine Person vor dem Ablichten fragen sollte, ob sie damit einverstanden ist. Das zeugt von einem respektvollen Umgang mit seinen Mitmenschen, schließlich möchte niemand selbst ungefragt zum Fotomodell auserkoren werden. Diese Grundregel sollte auch in Marokko beherzigt werden. Hier wird man mitunter auf eine größere Zurückhaltung stoßen, als in unseren Breitengraden. Die Hintergründe dafür sind teilweise im Bilderverbot des Islams zu suchen. Auch ist es für jemanden, der an einem von Touristen stark frequentierten Platz arbeitet, vielleicht auch nicht angenehm, den lieben langen Tag hindurch von Reisenden aus allen Ländern als unfreiwilliges Fotomodell missbraucht zu werden.

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Manch einer stellt sich jedoch auch gerne als Fotomotiv zur Verfügung und hat dies als eine Möglichkeit des Broterwerbs für sich entdeckt. So rücken sich beispielsweise die Wasserverkäufer und Schlangenbeschwörer in der Medina von Marrakesch gegen entsprechendes Kleingeld gerne in Positur für eine Aufnahme, wobei die Vorstellungen über das zu zahlende Entgelt manchmal etwas fantastisch anmuten. Mehr als 10 Dh sollte man wohl nicht zahlen.

Ich persönlich fotografiere eher selten Menschen und konzentriere mich auf die sonstigen Motive.

Die Medinas des Landes sind ein guter Ort, um ein geeignetes Motiv zu entdecken. Ich begebe mich zum Fotografieren auch gerne auf Dachterrassen. Von dort hat man oft ganz interessante Ausblicke. Außerdem mag ich Streetart, die gerade in den Gassen der Medina einen interessanten Kontrast bietet. Bilder von Katzen ziehen ja bekanntlich immer. Auch in dieser Hinsicht wird man in Marokko auf jeden Fall fündig. Gerne fotografiere ich auch in den Medersas, allen voran der Medersa Ben Youssef in Marrakesch.

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Nun sollte eigentlich eine Auflistung folgen, von Dingen, die man meine Meinung nach während einer Marokkoreise unbedingt im Bilde festhalten sollte. Ich muss aber feststellen, dass ich eine solche Liste nicht erstellen kann. Es gibt zu viele Motive, die jedes für sich genommen bereits die Reise nach Marokko lohnen – und ich entdecke jeden Tag neue Highlights.

Vorsicht ist geboten beim Fotografieren von militärischen Anlagen und offiziellen Gebäuden. Aus Sicherheitsgründen sind dort Fotos oftmals verboten, weshalb man schlicht darauf verzichten sollte.

Da Marokko ein Leckerbissen für jeden Fotografen ist, werden mittlerweile auch bereits Fotoreisen nach Marokko angeben, während derer man unter professioneller Anleitung die schönsten Motive einfangen kann. Eine schöne Idee, die sicherlich Potential hat.

Und der geneigte Leser dieses Blogs kann sich bereits jetzt freuen:

Im Januar nehmen Felicia und ich meinen Vater mit nach Marokko und werden mit ihm gemeinsam eine kleine Rundreise machen. Dank seines fotografischen Könnens, das dem meinen weit überlegen ist, und einer besseren Ausrüstung, wird es dann noch schönere Bilder auf dem Blog zu sehen geben.

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8 Kommentare

  1. Alexandra sagt

    Toller Artikel!! 🙂
    Hoffe zukünftig mehr zu reisen, da mein Mann Marokkaner ist – und wenn ich deine Bilder sehe, kann ich es kaum erwarten. War bisher nur in Agadir (Heimatstadt) und Taghazout.
    Weiterhin viel Erfolg und Freude in Marokko <3

    • Sabrina sagt

      Vielen Dank, liebe Alexandra. Marokko hat so viel zu bieten. wir haben bisher auch nur einen Bruchteil gesehen und jede Reise macht Lust auf mehr. Taghazout hat mir übrigens auch sehr gut gefallen. Ich war mit der ganzen Familie dort und unsere Ferienwohnung hatte eine Terrasse über dem Meer. Nachts dort liegen und sterne gucken und dazu das Geräusch der wellen -Hammer.

  2. Klara Stotz sagt

    Hallo SABRINA.Es ist alles jedesmal faszinierend für mich.Sammle deine Berichte um sie immer wieder mal anzuschauen und durchzulesen.Gerade deine Bilder finde ich deshalb so schön und sehr gut weil::::::Du fängst den Augenblick ein und das ist tausendmal schöner als ein gestelltes Bild!!!Freue mich bis zum nächsten Mal. Lg. Klara

    • Sabrina sagt

      Liebe Klara, jetzt werde ich fast ein wenig verlegen. Vielen Dank für so viel Lob <3 Liebe Grüße aus Marrakesch

  3. Wow einfach nur WOW! Ich liebe Marokko, war selbst schon dort, und finde deine Fotos wirklich große klasse! 🙂 ich war letzte Woche in Lissabon und hab außerdem auch mit dem Gedanken gespielt, einfach spontan nach Marokko zu fliegen haha 😀 aber habs doch nicht gemacht und dafür Lissabon genossen! Dort kann man auch super fotografieren 🙂

    Der erste Lissabon Teil kommt heute abend online, falls du Interesse hast, ich freu mich über deinen Besuch!

    Liebste Grüße <3
    Jasmin

    • Sabrina sagt

      Vielen Dank 🙂 Lissabon steht auch schon lange auf unserer Wunschliste. Da schaue ich doch gerne mal bei dir vorbei.

  4. Christian sagt

    Liebe Sabrina,
    kann dir fast überall zustimmen,
    aber in „Die Hintergründe dafür sind teilweise im Bilderverbot des Islams zu suchen. “
    nicht.
    Warst du schon einmal auf einer marokkanischen Hochzeit?
    Da ist man direkt beleidigt, wenn du gerade SIE nicht fotografierst.

    Hat eher mit der, teilweise übertriebenen Eifersucht der Männer,
    aber auch der, eher unbegründeten Furcht zu tun, dass mit diesen Bildern dann Geschäft gemacht wird.
    Gruß und weiterhin Gute Reise

    • Sabrina sagt

      Sie sind eben nur „teilweise“ im Bilderverbot des Islams zu suchen. Vielen Dank für deinen Hinweis auf andere Ursachen ! Leider war ich noch nicht auf einer Hochzeit in Marokko (ist bestimmt ein Riesenfest) – aber klar, welche Braut will nicht fotografiert werden, an DEM Tag ihres Lebens. Da rechnet man dann aber auch mit Fotos und will Fotomotiv sein, schließlich will man ja Jahrzehnte später noch Erinnerungen an diesen Tag haben. Will sagen: du hast recht. Das Bilderverbot ist nur bei manchen ersonen ein Grund dafür, dass sie nct fotografiert werden wollen. Andere haben andere Gründe. Danke für die Ergänzung.

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