Alle Artikel in: Eltern werden

Und was jetzt

Gelesen: „Und was jetzt ? – Wie Frauen der Spagat zwischen Unabhängigkeit und Familienglück gelingt“ von Bärbel Kerber

Ich gebe zu, dass ich nach Jurastudium und Referendariat nur noch selten Sachbücher lese, die nicht im weitesten Sinne etwas mit Reisen zu tun haben. Seitdem ich mich zudem zweifachen Mutterglücks erfreue, ist meine persönliche Lesezeit ohnehin dezimiert und mit dem Erfassen des aktuellen Tagesgeschehens, dem Lesen meiner Lieblingsblogs und der Konsultation vorgenannter Reiseführer zwecks Planung neuer Abenteuer, schnell aufgebraucht. Der Titel des Buches hat mich irgendwie angesprochen. Warum ? Vielleicht, weil ich mich darin ein Stück weit wiederfinden konnte. Meine Neugier war jedenfalls geweckt. Nein, es ist mir, obwohl es um ein für mich aktuelles Thema geht, nicht gelungen, das Buch in einem Rutsch durchzulesen. Zeitweise ging es schleppend voran. Das lag aber nicht am Buch, sondern daran, dass ich meine Zeit anderen Dingen widmen musste. Vielleicht war es auch ein wenig die Angst, dass die Lektüre des Buches Fragen in mir entstehen lassen würde, die ich mir bis dato nicht gestellt hatte. Bärbel Kerber macht mit ihrem Buch klar, dass es Frauen in unserer heutigen Gesellschaft, in der ihnen scheinbar alle Türen offen more »

Photo: Fotohaus Ohl

Schwanger heiraten am Strand

Heiraten wollte ich eigentlich gar nicht, zu spießig. Ich träumte auch nicht von einer Kutsche, weißen Tauben und einem meterlangen Schleier. Dass ich dann mit Babybauch quasi am Strand heiraten würde, hätte ich mir auch nicht  träumen lassen. Bevor der Nachwuchs sich konkretisierte, war eigentlich geplant, von Portugal aus in Richtung Spanien den Jakobsweg zu erwandern. Urlaub dafür hatten wir jeweils genommen. Nachdem wir die freudige Nachricht erhalten hatten, dass wir bald zu dritt sein würden, erschien uns dieses Unterfangen jedoch risikobehaftet (typisch erste Schwangerschaft, heute würde ich das wohl lockerer sehen). Dann kam der Gedanke, dass wir uns mit einem gemeinsamen Kind ja schon sehr zueinander bekannt haben und ein Jawort uns im Zweifel später viele Formalitäten ersparen würde. Nur – wann und wo heiraten ? Ich hatte keinerlei Lust auf ein großes Fest mit viel zu vielen Leuten, denen ich an unserem Tag doch nicht würde gerecht werden können. Außerdem war wenig planbar, wie es mit meiner Fitness bis dahin aussehen würde. Kurz gesagt, ich wollte eine Hochzeit mit so wenig Leuten wie more »

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Der perfekte Zeitpunkt zum Kinderkriegen

…scheint nach den Vorstellungen unserer Gesellschaft irgendwie nie gegeben zu sein. Du bist jung, womöglich noch Schülerin, in Ausbildung oder im Studium? Kümmere dich gefälligst erst einmal um deine berufliche Zukunft. Schließlich will das Kind ja auch was zum Essen haben. Schule und Ausbildung bzw. Studium sind abgeschlossen und du hast gerade deinen ersten Job an Land gezogen und begonnen zu arbeiten ? Du wirst doch jetzt wohl kein Kind kriegen ? Jetzt, wo du endlich voll durchstarten kannst. Und außerdem ist das natürlich total unfair gegenüber deinem Arbeitgeber. Du bist schon ein wenig länger, aber noch nicht lange im Job und hast dich mittlerweile gut eingearbeitet ? Dann wäre es jetzt aber total schlecht, Kinder zu kriegen. Denk nur an die beruflichen Fortentwicklungsmöglichkeiten, die du verpasst. Du bist schon etwas länger im Beruf und nun auch keine Zwanzig mehr ? Also, du willst doch wohl jetzt nicht noch ernsthaft mit dem Kinderkriegen anfangen ? Schon einmal was von Spätgebärenden und Risikoschwangerschaften gehört ? Ihr seht schon- der richtige Zeitpunkt ist quasi NIE. Jedenfalls dann, more »

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Sie haben den errechneten Geburtstermin überschritten

Lena von familienleicht.de hat gerade zur Blogparade zum Thema „Wurde dein Kind am VET geboren ? (Zum aktuellen Schiedsspruch der Ausschlusskriterien für Hausgeburten) aufgerufen. In ihrem sehr lesenswerten Artikel macht sie auf die immer schwieriger werdende Situation der Hebammen in Deutschland aufmerksam und geht insbesondere auf einen Schiedsspruch ein, wonach Hausgeburten nicht mehr durchgeführt werden sollen, wenn der errechnete Termin mehr als drei Tage verstrichen ist. Ich habe dies zum Anlass genommen, andere geplante Beiträge zurückzustellen um mich selbst mit der Frage zu beschäftigen, wie eine solche zeitliche Grenze auf mich als Mutter wirkt und daran zurückzudenken, wie es in meinen Schwangerschaften war. Ich löse mich dabei in meinen Überlegungen von den Themen Hausgeburt und der Dreitagesgrenze und stelle mir die allgemeinere Frage, wie ich es fände, wenn weitere Restriktionen für den Zeitraum des Zuwartens nach dem errechneten Termin eingeführt werden sollten.

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Schwanger in den Urlaub

Wird das Reisen mit kleinen Kindern schon zum Teil kritisch beäugt, so wird es beim Thema Reisen in der Schwangerschaft noch heftiger. „Ihr wollt jetzt noch wegfahren? Bleibt doch lieber daheim. Was, wenn es plötzlich losgeht ? Wie, du willst jetzt noch fliegen ?!“. Grrrrrrrrrr – tief durchatmen, nett lächeln „Ja, weil ich bin ja nur schwanger und nicht krank. Mir und dem Baby gehts gut. Wenn sich unerwartet doch was tut, gibt es dort auch Krankenhäuser – so what ?“.  „Naja, ihr müsst es ja wissen“.